Wie mindern wir den CO2-Ausstoß?

Wie mindern wir den CO2-Ausstoß?

Stromsparen – fast kinderleicht.

Um Strom zu sparen, sollte jede überflüssige Beleuchtung vom Räumen vermieden werden.

Dazu werden in den Pausen konsequent die Lichtschalter abgeschaltet. Auch kann an vielen Tagen häufig die fensterseitige Lichtleiste abgeschaltet bleiben. Natürlich sollten PC nicht permanent und schon gar nicht nach Schulschluss im standby-Betrieb laufen! Ein intensives Stromeinsparprogramm kann den CO2-Ausstoß im Strombereich um 10-15 Prozent reduzieren; in Kombination mit einer Photovoltaikanlage sind 30-50 Prozent Minderung möglich.

Die Schuldächer sind ideale Standorte für Photovoltaik-Anlagen (PV), weil eine Schule im Gegensatz zu einem Privathaushalt den Strom dann benötigt, wenn er erzeugt wird. Die Schule kann auch für wenig oder kein Geld eine Photovoltaik-Anlage mieten.

Eine gute Anleitung zur Stromminderung gibt der empfehlenswerte Energiesparmeister-Leitfaden

„Klimaschutz im Klassenzimmer“

Die Schul-Heizung: Hilfe für einen schwierigen Patienten.

Die Heizung ist der größte CO2-Emittent einer Schule. Hier wirken sich Minderungsmaßnahmen besonders positiv aus.

  • Regulierung der Heizkörper
  • Vermeiden jeder Dauerbelüftung
  • Durchführung einer Stoßbelüftung in den Pausen
  • Heizungsmanagement, das v.a. nachmittags und abends nur noch benutzte Räume heizt

Eine gute Anleitung gibt der Energiesparmeister-Leitfaden

„Klimaschutz im Klassenzimmer“

Ein Veggie-Tag für Alle! Oder zwei?

Der wichtigste Faktor, der den CO2-Beitrag des Schulessens zur Treibhausgas-Bilanz der Schule stark beeinflusst, ist der Fleischanteil, insbesondere der von Rind und Lamm (s.u.). 

Abbildungen: KEEKS-Projekt

Zu viel Fleischkonsum ist außerdem ungesund. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung maximal an zwei Tagen pro Woche eine fleischhaltige Speise.

Die Verminderung der Fleischportionen könnte bis zu 12 % Treibhausgase der Schulküche einsparen.

Umweltsensible Schulen haben schon damit begonnen, ihre Schulverpflegung als eine bedeutsame CO2-Quelle ins Visier zu nehmen.

An den meisten Schulen können die Schüler täglich zwischen einem fleischhaltigen und einem vegetarischen Gericht wählen. Je mehr Schüler das vegetarische Gericht wählen, desto mehr Treibhausgase spart die Schule ein. Hier ist Information (z.B. im Biologieunterricht, AWT) notwendig! Ein nächster Schritt ist ein „Veggie“-Tag pro Woche, an dem kein Fleischgericht angeboten wird.

Die Einführung von mindestens einem Veggie-Tag pro Woche macht inzwischen Schule und sollte zur Normalität werden:

In New York City essen die etwa eine Million Schüler aller öffentlichen Schulen ab September 2019 einen Tag in der Woche rein vegetarisch.

Und ganz umweltbewusste Schulen haben sogar mehrere fleischfreie Tage eingeführt. Insbesondere christliche Schulen nutzen die Fastenzeit zum Einstieg in eine fleischarme Schulverpflegung. 

KEEKS Projekt

Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen

Mit 19 Maßnahmen können in einer durchschnittlichen Schulküche etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen eingespart werden!

Weitere nützliche Infos finden sich auch im empfehlenswerten Energiesparmeister-Leitfaden

„Klimaschutz im Klassenzimmer“

Elterntaxi verpönt – Radfahren versöhnt.

Vorbildlich sind diejenigen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule kommen. Das sollte regelmäßig positiv hervorgehoben werden: Jährliche Urkundenausgabe!

Die meisten Schülerinnen und Schüler v.a. im ländlichen Raum kommen mit dem relativ umweltfreundlichen aber nicht immer CO2-freien ÖPNV zur Schule. Während der strombetriebene Tram-, Straßenbahn-, U/S-Bahnverkehr in einigen Großstädten emissionsarm ist, gilt das nicht für den besonders häufigen Busverkehr. Hier sind noch überwiegend Dieselmotoren im Einsatz. Es gibt vielerorts Umrüstungsinitiativen auf batteriebetriebene, Hybrid- und Wasserstoff-Busse. Da die Entscheidungen für den i.d.R. auf kommunaler Ebene organisierten Busverkehr durch die Kommunalpolitik getroffen werden, kann hier von Seiten der Schule v.a. durch Elternvertreter in der Kommunalpolitik Einfluss genommen werden. Für die Klimabilanz der Schulen wäre eine diesbezügliche Umrüstung der Busflotte auf CO2-freien Antrieb von Vorteil.

Belastend für den Treibhausgas-Ausstoß von Schulen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem PKW in die Schule bringen lassen („Elterntaxi“). Hier ist Aufklärungsarbeit vonnöten.

Die PKW-Fahrten der Lehrkräfte könnten z.T. durch Fahrgemeinschaften vermindert und in manchen Fällen auch auf den Fahrradverkehr oder ÖPNV verlagert werden. Hier könnten an den Vorbildcharakter der Lehrkräfte appelliert und positive Beispiele („Unser umweltfreundlichster Lehrer“) hervorgehoben werden.

FahrRad! Fürs Klima auf Tour

Viele Schulen nehmen seit Jahren am Fahrradförder-Wettbewerb des Verkehrsclub Deutschland (VCD) teil und haben dadurch viele Schüler (und Lehrkräfte) für den Schulweg mit dem Fahrrad motiviert.